Quo vadis? B2B-Messestand 2020

In einer von der AUMA in Auftrag gegebenen aktuellen Studie „Szenarienanalyse: Messe @ Live Communication 2020“ erarbeiteten die Autoren Manfred Kirchgeorg, Beatrice Ermer und Martin Wiedmann vom Lehrstuhl für Marketingmanagement der HHL Leipzig drei Szenarien für die mittelfristige Entwicklung der globalen Messelandschaft. Die aus der Perspektive der Messeveranstalter für B2B-Messen entwickelten Szenarien lauten:

„ Wachsende Weltmärkte mit global profilierten Messekonzernen;

Kontinentale Messemärkte in einer spannungsgeladenen Welt;

Smart Exhibitions in einer digitalisierten Welt.“

Alle drei Szenarien – ob von Expansion, Konsolidierung oder Staganation des Messegeschäfts ausgehend – sprechen der B2B-Messe als Ort der persönlichen Kommunikation, der Vertrauensbildung und der Pflege von Netzwerken bleibende Bedeutung zu. Orte, Strukturen, und Präsentationsformen jedoch ändern sich. Virtuelle Messen und Branchenevents jedoch werden ernsthafte Konkurrenten der physischen Messepräsentation. Während USA und Europa als globaler Messestandort Gewicht verlieren, rücken Indien, China und der Mittlere Osten in den Mittelpunkt. Der ökonomische und ökologische Aufwand für Messebesuche stärkt die virtuellen Wettbewerber der klassischen Messe.

Für die Konzeption der Messestände und das Leistungsportfolio von Messebauern lassen sich folgende Erkenntnisse aus der Studie ableiten:

  • Die Messelandschaft ist durch virtuelle Messen und Branchenevents stark fraktioniert, so dass die Beratung von Ausstellern bezüglich Messeort, Thema und Publikum immer wichtiger wird. Zum Teil werden Veranstaltungen auch durch Suchmaschinen-Anfragen generiert (Messe-Clouds).
  • Standflächen werden bedeutend zurückgehen und durch einen Kommunikations-und Medien-Mix teilweise ersetzt.
  • Ein Großteil der Information ist virtuell abrufbar. Produktpräsentationen sind multimedial attraktiv gestaltet. Sogar Ausstellungsobjekte werden zum Teil dreidimensional ausgedruckt und zumindest als Modell präsentiert.
  • Besucher kommen durch das Internet vorab informiert zum Messestand, wollen Information fachlich vertiefen und sehen in der persönlichen Kommunikation und im Networking den Hauptzweck.
  • Die Präsentation des Messestandes ist eingebunden in erlebnisorientierte Events der Messeveranstalter.
  • Die physische Messepräsentation eines Ausstellers ist live im Web abrufbar und mit weiteren virtuellen Angeboten verknüpft.
  • Messeaussteller erwarten vom Messebauer organisatorische und kommunikative Servicepakete bis hin zum Rundum-Service vor Ort.
  • Messestände und ihre Technik folgen in Material und Konstruktion den Prinzipien der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Fazit für den Messebau: Messebauer beschränken sich künftig nicht auf kreative Gestaltung und Konstruktion sowie auf die wirtschaftliche und nachhaltige Erstellung von Messeständen und auf deren Logistik.
Vielmehr beraten Sie ihre Kunden schon weit im Vorfeld bei der Auswahl der passenden Messe, gestalten ein integriertes Kommunikationskonzept (das auch die Messe-Events der Veranstalter mit einschließt) für den Einsatz vor Ort sowie die Präsenz im Internet vor, während und nach der Messe. Sie unterstützen den Aussteller beim Networking durch Vermittlung wichtiger Ansprechpartner aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und übernehmen die Medienkommunikation. Den Ausstellern und ihrem Personal wird am Ausstellungsort ein Fullservice geboten, der auch Mobilität und Unterbringung umfasst.

Schüler Messebau hat sein Leistungsportfolio für die Zukunft gerüstet. Mit Inhouse-Lösungen oder in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern bieten wir heute schon an, was morgen Standard ist.